Schulische Umschulung

Schule
Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Gut qualifizierte Fachkräfte werden in Deutschland in vielen Bereichen gebraucht. Dennoch gibt es immer noch zahlreiche Arbeitslose. Diese sind meist in Bereichen ausgebildet, bei denen ein Angebotsüberschuss herrscht oder die nicht mehr gefragt sind. Hier kann eine Umschulung sinnvoll sein. Welche Berufe besonders betroffen sind, kann man unter anderem auf dem Jobmonitor des Bundesarbeitsministeriums ablesen.

Einige Umschulungsformen werden nicht im Betrieb durchgeführt, sondern an Berufsschulen. Diese Art der Umschulung nennt sich schulische Umschulung.  

Was ist die schulische Umschulung?

Einige Berufe können nicht während einer betrieblichen Ausbildung erlernt werden, sondern nur an Berufsschulen. Das theoretische Wissen erlernen auch Umschüler an einer Berufsschule. In der Regel gehören Praktika in den Umschulungsverlauf, um zu lernen das theoretische Wissen in der Praxis anzuwenden und es zu vertiefen.

Während einer schulischen Umschulung wird von den Berufsschulen keine Ausbildungsvergütung gezahlt. Öfter erheben die Schulen sogar Schulgeld. Um diese Kosten und den Lebensunterhalt abdecken zu können, besteht die Möglichkeit sich von Leistungsträgern finanziell unterstützen zu lassen. Anlaufstellen sind beispielsweise die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung.  

Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel nutzen

Gerade Menschen mit Berufserfahrung werden von Umschulungsmaßnahmen angesprochen, denn häufig haben vor allem ältere Arbeitnehmer Schwierigkeiten einen neuen Job zu finden. Doch gerade der Fachkräftemangel kann hier eine positive Entwicklung hervorrufen. Bereits 2009 waren 1 Million Arbeitnehmer über 55 erfolgreich bei ihrer Jobsuche.

Insbesondere ein Programm der Bundesagentur für Arbeit kann für die eigene Weiterbildung genutzt werden: das Programm zur Flankierung des Strukturwandels (IFLAS). Hier wird vor allem die Finanzierung der Arbeitnehmerqualifikation in Berufen gestützt, die stark am Arbeitsmarkt nachgefragt werden. Außerdem wird die Weiterbildung vom Bund mit der Bildungsprämie unterstützt.  

Urlaubsregelung bei der schulischen Umschulung

Während einer schulischen Umschulung gilt man als Schüler, nicht als Arbeitnehmer beziehungsweise Auszubildender. Das heißt, der gesetzliche Urlaubsanspruch fällt weg. Grundsätzlich erhalten Umschüler auch von der Berufsschule einen Umschulungsvertrag, in dem auch die Urlaubszeiten geregelt sein sollten. Da die Schule aber den Lernstoff an viele Schüler gleichzeitig vermittelt, ist es sinnvoll auch während der Schulzeit immer anwesend zu sein. Üblicherweise besteht aber während der Ferienzeiten, wie Oster- oder Sommerferien, die Möglichkeit, in den Urlaub zu fahren.

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