Branchen mit Fachkräftemangel

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Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Fachkräftemangel – ein Wachstumsverhinderer

Viele Unternehmen klagen darüber, dass sie nicht genügend Fachkräfte haben, um vorhandene oder erwartete Aufträge termingetreu abwickeln zu können. Die eigene Ausbildung reicht nicht aus, und der Stellenmarkt ist leer gefegt. Gute Aussichten also für Bewerber, die sich auf solche Branchen konzentrieren.

In welchen Branchen lohnt also eine Umschulung? Gesucht werden Fachkräfte in der Elektrotechnik, im Maschinenbau, in der Gesundheitsbranche, ganz allgemein in Forschung und Entwicklung, im Gastgewerbe und in der IT-Branche. Auch Verkehrsdienstleister, Architektur- und Ingenieurbüros, das Ausbaugewerbe, Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer suchen neue Mitarbeiter. Auch wer als Fachkraft nur zeitweise Arbeit sucht und deshalb Zeitarbeit bevorzugt, wird in diesen Branchen fündig.

Fachkräfte – das sind nicht immer Menschen mit einem abgeschlossenen Studium. Auch eine abgeschlossene Berufsausbildung, gerne natürlich schon mit Berufserfahrung, bietet gute Chancen.  

Fachkräftemangel – auch Aufgabe für die Regierung

Der Fachkräftemangel ist so gravierend, dass die Bundesregierung Ziele und Maßnahmen beschlossen hat, um ihm abzuhelfen. Sie will damit Wohlstand und Wachstum im Land sichern. Potenzial sieht sie bei der Beschäftigung älterer Menschen; so hat sie Vorruhestandsregelungen abgeschafft und das Rentenalter um zwei Jahre hinausgeschoben. Weitere Chancen sieht sie vor allem bei den Frauen. Und weil auch diese „Reserve“ nicht ausreichen dürfte, wurden bereits Maßnahmen ergriffen, um Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben.

Fünf Pfade sollen Fachkräftebasis sicherstellen

In fünf Punkten konkretisiert die Bundesregierung ihre Maßnahmen. Sie will Ältere aktivieren und die Beschäftigung sichern. Sie möchte dafür sorgen, dass Familie und Beruf besser miteinander vereinbart werden können. Sie verspricht Bildungschancen für alle von Anfang an. Sie setzt auf die Qualifizierung durch Aus- und Weiterbildung und will die Integration von Ausländern verbessern und die qualifizierte Zuwanderung erleichtern. 

Die richtige Ausbildung wählen!

Auch wer nicht studiert hat gute Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz. Gute Facharbeiter sind im Maschinenbau ebenso gefragt wie in der Elektrotechnik. Im Gesundheitssektor ist es vor allem der Bereich Pflege, der Fachkräfte sucht – auch diese benötigen keinen akademischen Abschluss.

Es bleibt durchaus ein Rechenexempel, ob sich ein Studium überhaupt lohnt. Denn Akademiker finden nicht immer den Traumjob, vor allem wenn sie eines der nicht so gefragten Fächer studiert haben. Lohnt sich da, das Abitur und das Studium? Wer mit der Mittleren Reife eine Ausbildung beginnt, ist nach drei oder dreieinhalb Jahren eine gefragte Fachkraft, während Studenten noch weiter drei bis fünf Jahre ohne Einkommen sind.

Umsatteln kann sich lohnen

Auch wer nur in einem verwandten Beruf tätig ist, hat gute Chancen durch eine entsprechende Umschulung in den Mangelberufen mit besseren Aussichten Fuß fassen zu können. Manche der benötigten Zusatzqualifikationen können neben der beruflichen Tätigkeit erworben werden.

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