Förderung bei gesundheitlichen Problemen

Gesundheit
Foto: Halina Zaremba / pixelio.de

Gesundheitliche Probleme, im schlimmsten Fall die krankheitsbedingte Berufsunfähigkeit, haben ein hohes Belastungspotenzial für Arbeitnehmer. Viele wollen sich nicht mit einer Berufsunfähigkeit zufriedengeben. Gerade dann ist es wichtig, verschiedene Möglichkeiten weiterhin im Berufsleben zu stehen, aufzuzeigen. Gesundheitliche Probleme sind beispielsweise die Voraussetzung für eine Umschulung.

Bei einer Umschulung handelt es sich um eine spezielle Form der Weiterbildung. Es handelt sich nicht um die klassische Erweiterung von Wissen, sondern um das Erlernen eines neuen Berufes.

Es gibt hierbei verschiedene Umschulungsformen, für alle Formen der Umschulung gelten ähnliche Voraussetzungen.

Wer die Voraussetzung für eine Umschulung erfüllt, wendet sich mit seinen Vorstellungen an die Bundesagentur für Arbeit. Diese ist in den meisten Fällen für die Umschulung zuständig.  

Der besondere Fall: Umschulung wegen gesundheitlicher Probleme

Circa eine Million Arbeitnehmer können aufgrund von gesundheitlichen Problemen ihren Beruf nicht mehr in der bisherigen Form ausüben. Es gibt verschiedene Rehabilitationsmöglichkeiten, die eine weitere berufliche Tätigkeit sicherstellen. Neben der Reha sind auch die Voraussetzungen für eine Umschulung gegeben.

Gesundheitliche Probleme führen zu besonderen Umschulungs-Voraussetzungen: Umschulungsmaßnahmen stellen oft eine neue berufliche Perspektive dar. Diese Maßnahme kommt vor allem zum Tragen, wenn andere Rehabilitationsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden. Darunter fallen unter anderem Wiedereingliederungsmaßnahmen über Schulungen. 

Zuständigkeit: Rentenversicherung und Unfallversicherung

Für die Förderung dieser Maßnahmen ist die Rentenversicherung zuständig. Die Umschulungs-Voraussetzung ist, dass eine weitere Ausübung des bisherigen Berufes nicht mehr möglich ist. Nur dann übernimmt die Rentenversicherung die Finanzierung. Diese erfolgt nach den Regelungen des sechsten Sozialgesetzbuches. Die Rentenversicherung übernimmt dabei die Finanzierung der „berufsfördernden Leistungen zur Rehabilitation“. Der förderungswürdige Arbeitnehmer hat dadurch zwei Jahre lang das Anrecht auf die Finanzierung der Umschulung und auf Unterhaltsgeld durch die Rentenversicherung.

Wer die Umschulungs-Voraussetzung nach dem siebten Sozialgesetzbuch erfüllt, wird ebenfalls gefördert. Allerdings nicht durch die Rentenversicherung, sondern durch die Unfallversicherung oder eine zuständige Berufsgenossenschaft. Die Voraussetzung für diese Umschulungsförderung ist ein Arbeitsunfall oder eine berufsbedingte Krankheit.  

Informationsliteratur

Berufliche Reha

Um nicht vorzeitig wegen gesundheitlicher Probleme in Rente gehen zu müssen, zahlt die Rentenversicherung medizinische Rehabilitationsmaßnahmen für den Wiedereinstieg in den Beruf. Sind die Voraussetzungen für eine Umschulung nicht erfüllt oder ist eine Umschulung nicht erwünscht, können andere Maßnahmen ergriffen werden.

Eine stationäre Heilbehandlung fällt unter Rehabilitation und wird von der Rentenversicherung finanziert. Darunter fallen alle Krankheitsbilder, wie zum Beispiel Skelett-, Muskel- und Bindegewebserkrankungen, psychische Krankheiten oder die Rehabilitation nach dem Krebs.

Die Behandlung reicht von stationärer Behandlung bis hin zur teilstationärer und ambulanter Behandlung. Für die Rehabilitationszeit wird ein Übergangsgeld gezahlt. Grundsätzlich müssen 10 Euro pro Tag selbst bezahlt werden. Bei einer stationären Reha nur 42 Tage lang und nur bei einem Einkommen über 980 Euro netto im Monat.

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.