Knapp die Hälfte der Arbeitnehmer bildet sich weiter

Weiterbildung
Weiterbildung wird wichtiger, Angebote sind zahlreich. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Eine wesentliche Herausforderung im Berufsleben ist es, immer auf der Höhe der Zeit zu sein. Die Bedingungen am Arbeitsplatz ändern sich schnell: Was heute aktuell ist, kann morgen bereits veraltet sein.

Durch die vielen technischen Fortschritte und der Internationalisierung des Wirtschaftslebens müssen sich viele Firmen immer wieder neu anpassen. In erster Linie sind von diesen Veränderungen immer stärker die Arbeitnehmer betroffen. Sie sehen sich mit neuen Betriebssystem oder auch neuen Kommunikationskanälen konfrontiert, die wiederum neue Fähigkeiten von ihnen verlangen. Arbeitnehmer sollten in ihrem Bereich immer auf dem neuesten Stand sein. Es besteht also die Notwendigkeit, sich fortlaufend weiterzubilden.

Gründe für Weiterbildung sind vielschichtig

Die Gründe für eine Weiterbildung sind meist verschieden: Bessere Karrierechancen, mehr Geld oder auch Schutz vor Arbeitslosigkeit. Nach dem Motto „die Konkurrenz schläft nicht“ ist das Engagement der Deutschen beim Thema Weiterbildung seit Jahren konstant.

Eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest Sozialforschung zeigt, dass im Jahr 2010 hat fast jeder zweite Erwachsene im Erwerbsalter an einer Weiterbildung teilgenommen. Für die Studie, die im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung und Bildung angefertigt wurde, wurden insgesamt 7.035 Personen befragt.

Das Angebot für Weiterbildungsmaßnahmen ist dabei sehr umfangreich. So liegt die Angebotszahl laut der Datenbank Kursnet der Bundesagentur für Arbeit bei circa 670 000. 20 000 Weiterbildungsanbieter gibt es deutschlandweit. Unter ihnen sind am häufigsten kommerzielle Privatanbieter, dicht gefolgt von gemeinnützigen Privatanbietern. Bevor sich Berufstätige allerdings für eine Weiterbildung entscheiden, sollten die Angebote intensiv geprüft werden.

Volkshochschulen können punkten

So sind teure Weiterbildungen nicht immer automatisch besser. Preisgünstigere Angebote der Volkshochschulen sind  oft genau so gut. Zudem sollte verstärkt auf Mundpropaganda statt auf Datenbank-Recherche gesetzt werden, denn besonders hier finden Interessierte dutzende Treffer. Der Rat einer Kollegin oder eines Freundes ist in diesem Fall oftmals zielführender, als die langatmige Suche im Internet.

Wer sich zwischen mehreren Anbietern nicht entscheiden kann, sollte immer den Anbieter vorziehen, der eine offenere Informationspolitik pflegt. Ist es schon im Vorfeld einer Weiterbildung mit dem Anbieter schwierig, wird dies sich auch nicht während des Kurses bessern. Des Weiteren ist es immer wichtig die Art des Abschlusses zu prüfen, beispielsweise Zertifikat, Zeugnis oder Diplom. Wer einen Nachweis von der erbrachten Weiterbildung erhalten möchte, sollte sich genau informieren, was hinter dem Titel steckt und wer diesen anerkennt.

Experten raten Berufstätigen, einmal im Jahr eine Weiterbildung zu absolvieren. Dazu zählen allerdings nicht nur fachliche Fortbildungen, sondern auch Schulungen im Erlernen von sogenannten Soft Skills wie Teamwork. All diese Maßnahmen helfen den Berufstätigen dabei immer Up to date zu bleiben und nicht hinterzuhinken. Kontinuierliche Fortbildungen sind zum Muss in Arbeitswelt geworden. Sie gehören in der heutigen, schnelllebigen Zeit einfach dazu.

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