Neue Berufschancen dank Umschulung

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Soll eine Umschulung vom Amt gefördert werden, muss diese abgestimmt sein.Foto: Mathias Balzer / pixelio

Umschulungen bieten neue Perspektiven – besonders, wenn der derzeitige Job keine mehr aufzeigt oder gesundheitliche Gründe zu einem Jobwechsel zwingen.

Gründe für eine Umschulung gibt es viele: Arbeitslosigkeit, keine Karrierechancen im derzeitigen Job oder auch gesundheitliche Gründe. All diese Faktoren können ausschlaggebend für eine Umschulung sein. Wenn dies notwendig wird, kann die Arbeitsagentur unterstützend wirken. So können die anfallenden Kosten während einer Umschulung vom zuständigen Arbeitsamt übernommen werden.

Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, um die Maßnahme Umschulung vom Arbeitsamt finanziert zu bekommen. Bestehende Arbeitslosigkeit ist eine davon. Ein Grund dafür kann in dem Beruf liegen, der gelernt wurde, der aber auf dem aktuellen Arbeitsmarkt in der Form nicht mehr gefragt ist. Allerdings kann es auch der Fall sein, dass die Gründe in der eigenen Person liegen, weshalb der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Dies sind dann vorwiegend gesundheitliche Gründe.

So sollte der  neu ausgewählte Beruf, zu dem umgeschult werden soll, im Gegensatz zur bisherigen Tätigkeit gute Berufsaussichten auf dem Arbeitsmarkt haben. Zudem muss auch der Umschüler in einer guten gesundheitlichen Verfassung sein, um die neue Tätigkeit überhaupt ausführen zu dürfen. In der Praxis schlägt das Arbeitsamt oft Maßnahmen oder Umschulungsziele vor, die dem Berater für den zukünftigen Umschüler geeignet erscheinen.

Kostenübernahme erst nach Genehmigung

Erst wenn die Maßnahme genehmigt wurde, übernimmt das Arbeitsamt alle Kosten für die Umschulung. Zu den anfallenden Kosten zählen die Gebühren für die Kurse, Fahrtkosten und Lernmaterial. Zudem müssen Umschüler darauf achten, dass das Arbeitsamt auch die Kosten für den Lebensunterhalt übernimmt, denn während der Umschulung eine weitere Tätigkeit auszuüben, ist nicht von Vorteil. Wie hoch allerdings diese Leistung vom Arbeitsamt ausfallen, hängt von den persönlichen Gegebenheiten und Voraussetzungen ab. Es ist aber nicht niedriger als das bisherige Arbeitslosengeld. Ebenfalls berücksichtigt, werden die Familienverhältnisse bei der Berechnung der Leistung. So erhalten Eltern sogar einen Zuschuss zur Kinderbetreuung, falls keine andere Möglichkeit besteht, die Kinder während der Umschulungskurse unterzubringen.

Aber nicht nur das Arbeitsamt zahlt die Umschulung, sondern auch Krankenkassen, Rentenversicherungen oder Berufsgenossenschaften. Hierfür muss jedoch der Grund für die Umschulung im gesundheitlichen Bereich liegen. Umschüler müssen auch hier beachten, dass sie finanzielle Unterstützung bei den entsprechenden Stellen beantragen müssen.

So bietet beispielsweise die IHK kostenlose Umschulungen per Bildungsgutschein an. Das Umschulungsangebot reicht vom Kaufmann im Einzelhandel, über Automobilkaufmann oder auch Tourismuskaufmann, Kaufmann für Bürokommunikation und Personaldienstleistungskaufmann.

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