Studieren lohnt sich: quasi Vollbeschäftigung bei Akademikern

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Uni-Absolventen haben gute Jobaussichten. Foto: Marianne J. / pixelio.de

Arbeitslose Akademiker – das ist scheinbar meist doch nur ein Vorurteil. Eine neue Studie zeigt: Bei den Hochschulabsolventen herrscht fast Vollbeschäftigung.

„Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit“ – zu diesem Schluss kommen Brigitte Weber und Enzo Weber in ihrer gleichnamigen Studie zu Qualifikation und Arbeitsmarkt am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Lediglich 2,2 Prozent der Uni-Absolventen hatten sich demzufolge im Jahr 2011 arbeitssuchend gemeldet – 2006 waren es noch 3,6 Prozent gewesen, 1997 sogar 4,5 Prozent. Eine ähnliche Steigerung der Beschäftigtenquote ist auch bei den Fachhochschulabsolventen zu beobachten: Hier ging die Arbeitslosigkeit von 3,3 auf 2,5 Prozent zurück.

Viele Akademiker werden direkt nach dem Abschluss zu Quereinsteigern

Gute Aussichten also für Akademiker ihren Traumjob zu finden? Nicht ganz, stellten die Autoren der Studie fest, denn viele Akademiker würden letztlich in einem fachfremden Bereich eine Stelle finden. So sei im Jahr 2009 fast jeder dritte Hochschulabsolvent atypisch beschäftigt gewesen, sagten die Autoren gegenüber „tagesschau.de“. Auch befristete Arbeitsverträge sind bei Hochschulabsolvent zunächst keine Seltenheit, allerdings ändert sich das meist nach ein paar Jahren im Job.

Bildung steigert Jobaussichten

Obwohl die Erwerbslosenquote seit 2006 insgesamt um fast 4 Prozent zurückgegangen ist, sieht die Job-Situation bei geringer qualifizierten Gruppen bedeutend schlechter aus. Zwar ist auch der Anteil der Erwerbslosen, die eine abgeschlossene Lehre oder ein Fachschulabschluss haben, mit 5,1 Prozent moderat, dafür ist die Arbeitslosenquote in der Gruppe ohne Schulabschluss mit 19,6 Prozent weit überproportional.

Nach wie vor gibt es außerdem ein starkes Ost/West Gefälle. So ist die Arbeitslosenquote mit 10,5 Prozent im Osten Deutschlands nach wie vor fast doppelt so hoch wie im Westen, wo lediglich 5,9 Prozent der Menschen erwerbslos sind.

Geschlecht spielt geringe Rolle

Außerdem fand die Studie heraus, dass im Gegensatz zur Qualifikation das Geschlecht in Bezug auf die Arbeitslosigkeit nur eine marginale Rolle spielt. 2011 waren insgesamt 6,7 Prozent der Männer und 7,1 Prozent aller Frauen als jobsuchend gemeldet.

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