Gute Lage auf dem Ausbildungsmarkt

Gute Lage auf dem Ausbildungsmarkt.
Gute Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Foto: SPÖ Landtagsklub / pixelio.de

Der „Tag des Ausbildungsplatzes“ war für die Bundesagentur für Arbeit ein willkommener Anlass, um über die Lage auf dem Ausbildungsmarkt zu berichten. Sie konnte zwar ein positives Fazit ziehen, weil per Ende März statistisch gesehen auf jeden Bewerber auch ein offener Ausbildungsplatz kommt. Dies gelte allerdings nur für die globale Betrachtung. Im Detail gebe es noch immer große regionale Unterschiede.

Deshalb forderten die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie, für Bildung und Forschung, für Arbeit und Soziales, die Bundesagentur für Arbeit und weitere Institutionen in einer gemeinsamen Pressemitteilung zum „Tag des Ausbildungsplatzes“ weitere Anstrengungen, damit alle ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen ein Angebot auf einen Ausbildungsplatz bekommen könnten. Sie appellierten an Unternehmen, Freiberufler und Behörden, Ausbildungsplätze zu schaffen und diese auch an die Agenturen für Arbeit oder den Jobcentern zu melden. Sie verweisen auf die Beratung durch Kammern und Verbände in Fragen rund um die Ausbildung und auf die Fördermöglichkeiten, wenn beispielsweise benachteiligte Jugendliche oder Jugendliche mit Behinderungen ausgebildet werden. Sie appellierten auch an die Jugendlichen. Diese sollten keine Ausbildungsplätze durch Mehrfachzusagen blockieren. Über die Agenturen für Arbeit ständen ihnen viele Informationsmöglichkeiten zur Verfügung, um den Wunschberuf oder einen ähnlichen Beruf zu finden.

Konkret gibt es beispielsweise in Hessen 30.857 Bewerber um 26.459 Ausbildungsplätze. Zwar ging die Zahl der Bewerber gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent zurück; die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze ging aber noch stärker um 8,1 Prozent zurück. In Offenbach kamen 1,7 Bewerber auf eine offene Lehrstelle; in Bad Hersfeld, Fulda und Frankfurt dagegen gab es für jeden Ausbildungsplatz nur 0,6 Bewerber.

Kritisch sieht es auch in Nordrhein-Westfalen aus. Dort drängen wegen des doppelten Abiturjahrgangs besonders viele Abiturienten auf den Ausbildungsmarkt. Auf die etwa 80.000 offenen Lehrstellen kommen 107.000 Bewerber. Vor allem in Gelsenkirchen und Hamm sieht es für Bewerber trübe aus. Dort stehen einem Bewerber nur 0,4 bzw. 0,54 Ausbildungsplätze gegenüber.

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