TU-Dresden stellt sich dem drohenden Lehrermangel

Umschulung zum Lehrer
Umschulung von Absolventen soll gegen Lehrermangel helfen. Foto: Ich-und-Du / pixelio.de

Die Technische Universität Dresden will dem zukünftigen Lehrermangel mit ihrem Modellprojekt „Quer“ den Kampf ansagen. Innerhalb von anderthalb Jahren bildet die Universität Akademiker zu Lehrern aus.

Ein neues Quereinsteigerprogramm für den Lehrerberuf ist an der TU Dresden angelaufen. In dem Programm werden Akademiker innerhalb von anderthalb Jahren zu Referendaren qualifiziert und können dann später an Grundschulen- und Mittelschulen oder Gymnasien unterrichten. Mithilfe des Modellprojekts „Quer“ will man dem an sächsischen Schulen drohenden Lehrermangel vorbeugen.

An dem Projekt nehmen derzeit 40 Akademiker teil. Vorraussetzung für die Teilnahme ist der Abschluss an einer Universität in einer Studienrichtung, aus der sich entsprechende Unterrichtsfächer ableiten lassen.
In der 19-monatigen Vollzeitausbildung müssen die angehenden Lehrer die methodischen, didaktischen und pädagogischen-psychologischen Kenntnisse in einer komprimierten Form erlernen. Das anknüpfende Referendariat soll schließlich die erworbenen Fähigkeiten aufgreifen und vertiefen.

Angebot ist nachgefragt

Die Nachfrage auf das neue Angebot sei laut Projektleiterin Claudia Braun groß. Insgesamt haben sich 250 Männer und Frauen auf die begehrten Plätze beworben. Und nicht nur die zukünftigen Lehrer stehen dem Projekt positiv gegenüber, auch der sächsische Lehrerverband ist mit der neuen Maßnahme sehr zufrieden. Die Mitglieder des Verbandes sind sich einig, dass das Programm helfen kann, die Lücken in der sächsischen Personaldecke zu schließen. Die Ausbildung dieser Lehrkräfte stehe laut dem Verband dem Studium der Lehramtsstudenten in nichts nach.

Unterstützung erhält das Projekt „Quer“ vom Europäischen Sozialfonds. Diese fördern das Programm mit circa einer Million Euro, als Entwicklungs- und Erprobungsprojekt. So müssen die Teilnehmer auch keine Studiengebühren zahlen. Allerdings erhalten sie kein Bafög.

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