Neue Studie zu Ingenieur-Einstiegsgehältern

Ingenieur Einstiegsgehälter
Diese Gehälter können Ingenieur-Einsteiger erwarten. Foto: Peter von Bechen / pixelio.de

Die Einstiegsgehälter von Ingenieuren in Deutschland sind den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, wie eine aktuelle Studie herausgefunden hat. Die Wahl des Hochschultyps spielt eine große Rolle bei den Ingenieursgehältern.

Gegenüber dem Jahr 2011 stiegen die Einstiegsgehälter von Ingenieuren weiter an, und das sogar überdurchschnittlich. 4,7 Prozent mehr gab es 2012 – rund 44.300 Euro konnte ein Jungingenieur erwarten. Die Gehälter der etablierten Ingenieure stiegen mit einem Plus von 2,6 dagegen weniger stark. Das geht aus einer vom VDI (Verein Deutscher Ingenieure) veröffentlichten Studie zur Entwicklung der Einstiegsgehälter für Ingenieure hervor. Die Studie basiert auf der Gehaltsanalyse von 8.630 Ingenieuren; 2.000 von ihnen waren Berufseinsteiger. Sie darf deshalb durchaus als repräsentativ für das Bundesgebiet gelten. Eventuelle regionale Unterschiede fanden bei der Veröffentlichung des Ergebnisses also keine Berücksichtigung.

TH-Absolventen können mehr Geld erwarten

Noch immer gibt es allerdings deutliche Unterschiede hinsichtlich der Hochschulart. So verdienen die Absolventen eines Universitätsstudiums oder des Studiums an einer Technischen Hochschule mehr als die Absolventen einer Fachhochschule. Der Abschluss an einer FH brachte ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von 43.310 Euro, die Universitätsabschlüsse schließlich wurden mit rund 45.000 Euro honoriert.

Ein zweiter wesentlicher Faktor bei der Bemessung der Einstiegsgehälter ist die Firmengröße. Auch hier bestätigen sich die aus den Vorjahren schon bekannten Ergebnisse. Große Unternehmen mit über 5.000 Beschäftigten zahlten im ersten Dienstjahr mit 48.000 Euro deutlich mehr als kleine Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten, wo die Jungingenieure mit rund 40.000 Euro zufrieden sein mussten. In den mittleren Betrieben liegen die Einstiegsgehälter zwischen diesen beiden Extremen.

Einmal mehr wurde daraus die Empfehlung abgeleitet, dass Studenten, denen es hauptsächlich auf den Verdienst ankommt, an einer Universität oder Technischen Hochschule studieren und sich anschließend bei den großen Konzernen bewerben sollten. Allerdings befasste sich die Studie nur mit der genaueren Analyse der Einstiegsgehälter. Inwieweit sich die Gehaltsunterschiede in den späteren Berufsjahren angleichen, darüber wurde nicht weiter berichtet. Ebenso ging es nur um die Einstiegsgehälter und nicht um die Kriterien, die den Absolventen insgesamt bei der Wahl des Arbeitsortes wichtig sind. Da könnten durchaus auch andere Gründe als nur das Einstiegsgehalt zum Tragen kommen.

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.