Einstiegstipps für Absolventen

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Foto: andreas stix / pixelio.de

Stellensuche: so sollte als Absolvent gesucht werden

Nach dem Studium den richtigen Einstieg in den Beruf zu finden, das ist nicht ganz einfach. Aber es gibt eine Menge Tipps, die den Einstieg erleichtern und schneller zum gewünschten Job führen. Vor allem muss man selbst wissen, was man will. Ziele sind wichtig, allerdings sollte die Realität dabei nicht aus den Augen verloren werden.

Das Internet hält viele Informationen dazu bereit, wie am besten in den Beruf eingestiegen werden kann. Diese passen aber nicht immer auf die persönliche Situation. Gute Tipps kann man sich deswegen immer bei Menschen holen, die bereits im Berufsleben stehen oder bei der Wunschfirma. Eine gute Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und konkrete Informationen zu erhalten sind beispielsweise Jobmessen, die speziell auf Absolventen zugeschnitten sind.

Wann soll es losgehen?

Eigentlich schon vor dem Studium! Denn der erste und nicht gerade unwichtigste Schritt ist die Wahl des Studienfachs. Bereits zwei Semester vor Studienende sollte man sich deswegen Gedanken machen, welcher Job angestrebt wird und die Studienschwerpunkte dementsprechend ausrichten. Zu diesem Zeitpunkt sollten durch Praktika und Studienarbeiten schon die ersten Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern geknüpft sein. Für die persönliche Entscheidung ist es wichtig, schon etwas „Betriebsluft“ geschnuppert zu haben, damit man nicht ganz ins kalte Wasser springen muss. Dies ist vor allem für Studierende wichtig, deren Studienfach wenig praxisnah war – wie das beispielsweise in geisteswissenschaftlichen Fächern meist der Fall ist. 

Kontakte knüpfen: Absolventenmessen und Co.

Wichtig: Schon während des Studiums gibt es Gelegenheiten, mögliche Arbeitgeber kennenzulernen. Ein guter Weg kann es sein, Praktika, Studienarbeiten und auch Abschlussarbeiten für Bachelor- oder Master, bei potenziellen Arbeitgebern zu absolvieren. Nicht selten geht aus Kontakten, die bereits während des Studiums geknüpft wurden, später eine Festanstellung hervor. Sie haben auch den Vorteil, dass sich beide Partner bereits kennen. Das kann das Bewerbungsverfahren extrem vereinfachen.

Eine weitere Möglichkeit, potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen, ist die Suche im Internet. Ist der Name bekannt, dann ist auch die Webseite schnell gefunden, und heute ist es bei fast allen Unternehmen üblich, dass auf der Internetrepräsentanz offene Stellen ausgeschrieben werden. Oftmals ist auch eine Auflistung relevanter Firmen der Branche bei der Suche hilfreich. Diese können meist einfach über Suchmaschinen abgerufen werden. Gelistet sind hier auch kleinere Unternehmen, die dem Bewerber vielleicht noch nicht bekannt sind.

Dritte Möglichkeit Kontakte zu knüpfen sind Jobbörsen, Messen und Ausstellungen. Sie ermöglichen den persönlichen Kontakt. Auf der Jobbörse ist selbstverständlich die Personalabteilung des Unternehmens präsent. Doch auch ganz normale Messen und Ausstellungen, vor allem die großen Messen wie die Industriemesse Hannover oder die CeBit, bieten Kontaktmöglichkeiten. Einmal gibt es hier Informationen über die Produkte. Zum anderen sind viele Unternehmen ständig auf der Suche nach guten Mitarbeitern und nutzen auch Messen, die nicht explizit mit Jobs zu tun haben, um nach interessanten Bewerbern Ausschau zu halten. Schließlich ist das grundsätzliche Interesse für die Branche und das Unternehmen eine Voraussetzung für jeden Mitarbeiter. 

Was sollte der Absolvent mitbringen?

Am liebsten wäre den Unternehmen ein Bewerber, der gleich am zweiten Arbeitstag voll eingearbeitet ist. So etwas gibt es natürlich selten. Doch ist es nach wie vor ein großer Vorteil, wenn der Absolvent schon praktische Erfahrungen mitbringt. Dann kann der Arbeitgeber von einer deutlich kürzeren Einarbeitung ausgehen, vor allem, wenn diese Erfahrungen auch noch direkt verwertbar sind. Das ist für beide Seiten vorteilhaft.

Gute Noten im Abschlusszeugnis sind ebenfalls von Vorteil. Wenn dann auch noch die Fächerkombination stimmt, hat der Bewerber gute Chancen, zumindest zum persönlichen Gespräch eingeladen zu werden. Außerdem sollte man natürlich bestens über das Unternehmen informiert sein, bevor man sich bewirbt.

Doch nicht nur die harten Fakten wie Zeugnisnoten zählen. Auch die sogenannten Soft Skills sind gefragt. Dazu zählt beispielsweise Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit oder Organisationstalent. Wenn es dazu Nachweise gibt – etwa Bescheinigung über ein Rhetorikseminar oder einen Kommunikationskurs -, gehören diese unbedingt in die Bewerbung.

Flexibilität ist gefragt, auch beispielsweise bei der Arbeitszeit. Wer sich hier nicht anpassen kann, hat schlechtere Karten. Solche Wünsche lassen sich eventuell später viel besser erfüllen. Gerade in der Einstiegszeit müssen persönliche Wünsche jedoch oft hintenangestellt werden.

Übrigens: Englisch wird heute bei Absolventen als selbstverständlich vorausgesetzt. Weitere Sprachkenntnisse sind von Vorteil. Hier gilt es, sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen, denn fast jeder gibt heutzutage vor, perfekte Fremdsprachenkenntnis zu besitzen, in der Realität sprechen allerdings nur wenige akzentfrei. 

Die Bewerbung: So sollte der Absolvent sich präsentieren

Über die Bewerbung lässt sich viel sagen. Hier sollen deswegen nur die wichtigsten Tipps zusammengefasst werden. Grundsätzlich gilt: Die Erfolgschancen sind umso größer, je besser sie auf den von einem Unternehmen angebotenen Arbeitsplatz passt. Eine Einheitsbewerbung, breit gestreut, ist oft der Mühe und Kosten nicht wert. Eine Bewerbung, die sich aber gezielt an ein Unternehmen richtet und die Vorzüge des Bewerbers in Abstimmung auf die Anforderungen formuliert, hat wesentlich größere Chancen erfolgreich zu sein.

Dies ist auch als Nachteil einer sogenannten Initiativbewerbung, also einer Bewerbung, die nicht gezielt auf eine ausgeschriebene Stelle abzielt. Zwar sind Initiativbewerbungen gerne gesehen, weil sie generelles Interesse am Unternehmen signalisieren, dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine passende Stelle zum passenden Zeitpunkt im Unternehmen frei wird eher gering. In den meisten Fällen erfolgt die Bewerbung heutzutage per E-Mail – je nach Branche und Position. Egal welche Bewerbungsform jedoch gewählt wird, in jedem Fall sollte die Bewerbung vollständig sein (Anschreiben, Lichtbild, Lebenslauf, Zeugnisse), und ein eventuell vorgegebener Personalfragebogen sollte lückenlos ausgefüllt werden. 

Einstiegsgehalt

Die Frage nach dem gewünschten Gehalt ist durchaus legitim und sollte von einem Bewerber auch beantwortet werden, wenn sie in der Stellenausschreibung, im Personalfragebogen oder beim Vorstellungsgespräch gestellt wird. Eine zu hohe Gehaltsvorstellung hinterlässt einen schlechten Eindruck. Informationen, was üblich ist, gibt es im Internet. Eine vorsichtige Formulierung, etwa dass dies nicht der alles entscheidende Punkt sei, kann hilfreich sein.

In der Regel haben die Arbeitgeber sehr konkrete Vorstellungen, wie sie die betreffende Position einstufen. Falls diese von den eigenen Vorstellungen zu sehr abweichen, kann man im Vorstellungsgespräch um Erläuterung bitten. Vielleicht gibt es einen plausiblen Grund. Vielleicht ist der Bewerber aber für das Unternehmen gar nicht interessant, und ihm soll auf diese Weise eine Absage signalisiert werden.

Eine konkrete Gehaltsangabe in der Stellenausschreibung in inzwischen eher unüblich. Handelt es sich jedoch um ein Unternehmen der öffentlichen Hand, ist die Angabe der Besoldungsstufe immer noch fester Bestandteil.

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