Aussichten, Chancen und Risiken

Die Kfz-Branche ist eine Branche mit Zukunft. Nicht nur deutschland-, sondern vor allem weltweit nimmt die Zahl der motorisierten Fahrzeuge stetig zu. Mit rund 4,5 Millionen Personenkraftwagen zählt Deutschland mit Frankreich und Japan zu den größten Exporteuren auf der ganzen Welt. Auch die Technologie wird immer weiter vorangetrieben: Ob Elektroautos oder Hybridmotoren, Nachhaltigkeit spielt in der Branche eine zunehmende große Rolle. Bei allen positiven Prognosen sollte jedoch auch nicht vergessen werden, dass die Branche aufgrund ihrer globalen Ausrichtung sehr konjunkturanfällig ist. Nicht umsonst waren die Automobilhersteller und Zulieferer im Rahmen der internationalen Finanzkrise die Ersten, denen das Geschäft weggebrochen ist.

Mit einer Ausbildung im Automobil-Sektor stehen Dir viele Möglichkeiten offen. Die Kfz-Branche ist in Deutschland der größte Arbeitgeber für handwerkliche Ausbildungsberufe. Pro Jahr werden durchschnittlich 85.000 Azubis eingestellt. Ausbilder sind z. B. Automobilhersteller, Zulieferer Werkstätten und Autohäuser. Aber auch im Nah- und Fernverkehr stehen Dir zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten offen unter anderem im Speditionsbereich und der Personenbeförderung.

Grob unterteilt werden können die Ausbildungsmöglichkeiten der Branche in Berufe, die direkt mit Fahrzeugen zu tun haben und Berufe, in denen sich zwar alles um Autos und/oder Motorräder dreht, Du aber nicht reparierst oder selbst gestaltest. Grob eingeteilt werden können die Ausbildungen in Reparieren/Gestalten, Fahren und Verkaufen. Um herauszufinden, welche Ausbildung sich am besten für dich eignet, schau Dir einfach mal die drei Sparten genauer an. 

Voraussetzungen und Qualifikation

Für die meisten Ausbildungen der Branche reicht bereits ein Hauptschulabschluss. 2008 hatten im Handwerk 67 %, in der Industrie 42 % und in der Fahrerbranche 52 % der Bewerber diesen Bildungsabschluss. Gerade in jenen Bereichen, in denen praktisches Geschick gefragt ist, haben Bewerber mit einem Hauptschulabschluss sehr gute Chancen. Grundsätzlich kann ein höherer Bildungsabschluss aber auch hier nur von Vorteil sein.

Reparieren und Gestalten

Schon lange hat der Computer den Schraubschlüssen in der Werkstadt abgelöst. Nicht umsonst heißt es heute Mechatroniker und nicht mehr Automechaniker. Im Rahmen der Ausbildung zum Mechatroniker wird Dir alles Wissen rund um die Technik der Fahrzeuge vermittelt. Dazu zählen chemische Fachkenntnisse genauso wie physikalisch. Obwohl es heute in den meisten Autowerkstätten hoch technisch zugeht, kommst Du dabei Schmierstoffen, Schmutz und Lack direkt in Berührung.

Spezifischer wird es, wenn Du eine Ausbildung zum Sattler oder zum Lackierer anstrebst. Der Sattler beschäftigt sich ausschließlich mit der Polsterung und Innenausstattung und der Lackierer ist, wie die Berufsbezeichnung schon sagt, nur für den Lack verantwortlich. In diesen beiden Berufen wird also eher das chemische Verständnis als das physikalische gefragt sein. 

Fahren

Natürlich stehen Dir noch weit mehr Möglichkeiten in der Industriebranche offen. Als Berufskraftfahrer kannst Du Dich beispielsweise bei Speditionen oder im städtischen Nah- und Fernverkehr bewerben. Zu beachten ist, dass Du für alle diese Berufe volljährig sein musst – damit Du den Führerschein für die entsprechende Fahrzeugklasse erwerben kannst. Eine hohe Belastbarkeit und ein allgemeines technisches Verständnis sind außerdem von Vorteil.

Verkaufen

Im Autohaus geht es da schon kaufmännischer zu. Wer sich hier bewerben möchte, sollte auf jeden Fall Verhandlungsgeschick aber auch Mathematik- und EDV-Kentnisse besitzen. Der Automobilkaufmann ist neben dem Verkauf auch für die Beratung beispielsweise von Finanzierungsmöglichkeiten und den Wareneingang zuständig.

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