Finanztipps für Azubis

Geld
Foto: F. Domnik / pixelio.de

Azubis verdienen in der Ausbildung selten genug, um von ihrem Lohn sorgenfrei leben zu können – für schulische Lehren muss in manchen Fällen sogar noch draufgezahlt werden. Damit genug Geld zum Leben bleibt, müssen Auszubildende nicht selten auf andere Optionen zurückgreifen.

Nebenjobs

Zeitintensiv, aber lukrativ sind Nebenjobs, um sich ein paar Extras zu verdienen. Hier gilt jedoch: Der Ausbilder muss in jedem Fall über den Nebenjob informiert werden. Wenn er die Ausbildung und die Arbeitsleistung des Azubis negativ beeinflusst, darf er verboten werden. Am günstigsten ist es in der Regel, einen 400-Euro-Job anzunehmen, da hier wenig Steuern und Sozialabgaben anfallen. Doch Vorsicht: Es kann passieren, dass durch den Nebenjob die Einkommensgrenze für das Kindergeld herabgesetzt oder die Berufsausbildungsbeihilfe gekürzt wird. Das sollte im Voraus beachtet und durchgerechnet werden, damit am Ende mehr Arbeit auch wirklich mehr Geld bedeutet. Außerdem gilt: Wer einen Nebenjob annimmt, sollte unbedingt die Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes beachten, denn auch bei zwei Jobs darf die zulässige Höchstarbeitszeit nicht überschritten werden. 

Sparzulagen

Auch Sparzulagen sind eine Möglichkeit, Geld anzusammeln. Bei dieser Option zahlt der Arbeitgeber dem Auszubildenden monatlich vermögenswirksame Leistungen zusätzlich zum Lohn, falls ein Tarifvertrag das vorsieht. Dabei handelt es sich um nichts anderes als geschenktes Geld – Azubis sollten sich daher in ihrem Betrieb oder bei ihrer Gewerkschaft darüber informieren, ob ihnen vermögenswirksame Leistungen zustehen. Um diese zu erhalten, wird schließlich ein spezieller Sparvertrag, beispielsweise ein Bausparvertrag, abgeschlossen. Und selbst wer von seinem Arbeitgeber keine vermögenswirksamen Leistungen erhält, kann vom Staat gefördert werden, indem eine bestimmte Summe auf einen Sparvertrag eingezahlt wird. Oft zahlt es sich später aus, schon in jungen Jahren mit dem Sparen anzufangen. 

Die Sparzulage – geschenktes Geld vom Arbeitgeber


Sparen fürs Alter? Jetzt doch noch nicht, denken sich viele Azubis. Allerdings solltest Du Dir die Sparzulage nicht entgehen lassen, denn das ist geschenktes Geld.

Rabatte

Auch Einsparungen sind eine Möglichkeit für Auszubildende, für einen etwas volleren Geldbeutel zu sorgen. So lohnt es sich zum Beispiel, sich gut zum Thema Krankenversicherung zu informieren. Zwar sind die Beiträge zu den gesetzlichen Krankenkassen seit einiger Zeit einheitlich geregelt, dennoch erheben einige Kassen einen Zusatzbeitrag, der den Geldbeutel auf Dauer unnötig belastet. Oft ist ein Wechsel sinnvoll – daher heißt es, Vergleich ist alles. Der größte Teil der Leistungen ist zwar gesetzlich festgelegt, eventuell bezahlt eine bestimmte Kasse aber zusätzlich gerade auch für die, Untersuchung, Vorsorge, Medikation oder Therapie, auf die der Auszubildende Wert legt oder angewiesen ist.

Auch in punkto Banken kann Geld gespart werden: Damit die Ausbildungsvergütung ohne Umstände überwiesen werden kann, sollte sich jeder Azubi ein Girokonto anlegen. Hier gilt es, auf die teilweise sehr großen Unterschiede zu achten. Manche Girokonten verlangen einige Euro Gebühr im Monat, andere sind völlig kostenlos. Besonders günstig sind meistens Direktbanken, bei denen das Konto online verwaltet werden kann.

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