Tipps für Auszubildende

Wichtig
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Der Beginn einer Ausbildung ist aufregend und bringt viele Fragen mit sich. Vom Abschluss des Ausbildungsvertrages bis zum Verhalten im Betrieb – mit einigen Tipps kommen Azubis gut durch diese Phase ihres Lebens.

Der Ausbildungsvertrag

Der Vertrag muss noch vor dem Beginn der Ausbildung schriftlich abgeschlossen werden – so will es das Berufsbildungsgesetz. Er wird vom Ausbilder sowie vom Azubi unterschrieben und muss, falls der Auszubildende noch nicht volljährig ist, zusätzlich von den gesetzlichen Vertretern, also meistens von den Eltern, unterschrieben werden. Vor dem Start der Ausbildung sollte unbedingt überprüft werden, dass folgende Punkte im Vertrag enthalten sind:  

  • Ziel und Inhalt der Berufsausbildung
  • Beginn und Dauer, Ausbildungsort
  • Dauer der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit
  • gegebenenfalls Dauer der Probezeit
  • Bezahlung und Höhe der Ausbildungsvergütung
  • Urlaubszeit sowie die Voraussetzungen, unter denen der Berufsausbildungsvertrag gekündigt werden kann

Generell sollten Azubis sich den Vertrag vor der Unterzeichnung gut durchlesen und bei Fragen und Unklarheiten sofort beim Arbeitgeber nachhaken. Es kann sich außerdem lohnen, den Vertrag von der Gewerkschaft prüfen zu lassen. 

Was tun bei Problemen?

Nicht immer läuft während der Ausbildung alles rund. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass der Azubi sich unterfordert fühlt und der Meinung ist, ihm wird im Betrieb nicht genug beigebracht. Das ist definitiv nicht zulässig, denn der Ausbilder hat sich im Ausbildungsvertrag verpflichtet, dem Azubi die grundlegenden für die Berufstätigkeit nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln. Das ist auch deshalb unabdingbar, weil es ohne dieses Wissen nicht möglich ist, die Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung zu bestehen. Außerdem ist es im Ausbildungsplan geregelt, was der Betrieb dem Azubi wann beibringt. Der Plan, den der Auszubildende zusammen mit dem Ausbildungsvertrag erhält, folgt dabei den Vorgaben der Kammer, die am Ende die Abschlussprüfung abnimmt. Wem im Betrieb dauerhaft zu wenige Inhalte vermittelt werden, sollte sich an den Ausbildungsberater der Kammern oder den Berufsberater im Berufsinformationszentrum des Arbeitsamtes wenden.

Auch andere Probleme können während der Ausbildung auftreten, wie etwa eine schlechte Ausbildungsqualität. Dazu gehören ausbildungsfremde Tätigkeiten wie zum Beispiel Putzen oder fachfremde Routinetätigkeiten – diese haben in der Ausbildung nichts zu suchen und stellen laut dem Berufsbildungsgesetz sogar eine Ordnungswidrigkeit dar. Wer nicht richtig ausgebildet wird, sollte sich in jedem Fall wehren, da sonst das Ausbildungsziel nicht erreicht werden kann. Auch Probleme wie Mobbing und Belästigung am Arbeitsplatz sollten nicht ignoriert werden. Die beste Lösung ist es in der Regel, direkt mit den Kollegen oder dem Ausbilder zu sprechen, denn nur so kann an den Problemen gearbeitet und Frust vermieden werden. In Fällen, in denen das nicht funktioniert, kann die Jugend- und Auszubildendenvertretung weiterhelfen sowie in öffentlichen Verwaltungen der Personalrat beziehungsweise der Betriebsrat in Unternehmen.

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